Türchen 13

6v6+1 movement to overload – game

von Judah Davies

 

Regeln

  • Jedes Team hat einen Verteidiger, vier Mittelfeldspieler und einen Stürmer. Zudem gibt es einen neutralen Spieler, der für die ballbesitzende Mannschaft spielt (6v6+1). Torhüter können ebenfalls hinzugefügt werden, sofern man genug Spieler hat. Dies würde die Spielform natürlich noch spielnäher machen.
  • Die Spielform geht in beide Richtungen. Gewinnt also ein Verteidiger den Ball, gilt es das andere Tor zu attackieren.
  • Der Ball muss durch jedes Drittel gespielt werden, bevor ein Tor zählt
  • Die Spieler müssen sich entsprechend bewegen, um die Zonen zu überladen. Mittelfeldspieler sollen also sich zum Beispiel ins erste Drittel fallen lassen, um dem Verteidiger beim Ballvortrag mittels Dribbling zu helfen.
  • Um eine Torchance zu kreieren muss der Ball in den Fuß des Stürmers gespielt werden. Erst wenn dieser den Ball kontrollieren kann, darf ein Mittelfeldspieler ins letzte Drittel aufrücken und dabei helfen einen Torschuss zu generieren.

Gründe für das Design der Spielform

Die Intention hinter dieser Spielform ist es, die Wichtigkeit von Überladungsbewegungen für einen sauberen Ballvortrag zu lehren. Ein ebenfalls wichtiges Element ist Raumaufteilung. Ohne passende Raumaufteilung wird eine Überladung aber redundant, weshalb sehr auf die Raumaufteilung zu achten ist. Wie bei den meisten solcher spielnahen Übungen wird die Fähigkeit den Gegner zu analysieren implizit trainiert. Vor allem in den ersten zwei Zonen ist dies von großer Wichtigkeit.

In der ersten Zone müssen die Verteidiger die Pressingläufe der Stürmer lesen. Wenn der Stürmer den horizontalen Passweg blockiert, kann man nach vorne dribbeln. Blockt der Stürmer den Dribbelweg, ist eine Verlagerung möglich.

Im Mittelfeld müssen die Spieler die Deckung des Gegners analysieren. Wird manngedeckt, dann kann man durch Andribbeln einen freien Mann weiter vorne kreieren. Gegen Raumdeckung sollte man einen größeren Fokus auf Ballzirkulation legen.

Eine weitere Absicht hinter dieser Spielform ist die Nutzung des dritten Mannes als Form der Torchancenkreation. Läufe der Mittelfeldspieler ins letzte Drittel sind implizit in dieser Übung eingebaut und forcieren die Nutzung von Pässen um dem Druck zu entfliehen, in dem man nach vertikaler Progression befindet.

 

Coaching Punkte

  • Der vielleicht wichtigste Punkt ist die Raumaufteilung. Eine der Anweisungen für die Spieler des ersten Drittel könnte sein „gebt so viel Breite wie möglich, während ihr eine adäquate Passdistanz hält“. Dies soll gemacht werden um die Distanz zu vergrößern, die der Gegner im Pressing zurücklegen muss. Im Mittelfeld soll Dreiecks- und Rautenbildung forciert werden.
  • Neben dem Einnehmen von passenden diagonalen Distanzen für Dreiecks- und Rautenbildung müssen die Mittelfeldspieler vor allem auf Bewegungen zum Raum Öffnen und passender Körperposition für Ballmitnahmen achten. Wenn der Gegner manndeckt sollte das Raum Öffnen für andribbelnde Mitspieler forciert werden. Anschließend sollen sich die Spieler aus dem Deckungsschatten lösen, wenn der Gegner den dribbelnden Spieler attackiert.
  • Für die Stürmer ist es wichtig sich aus den Deckungen des Gegners zu lösen. Hierbei könnten Auftaktbewegungen helfen, um den nötigen Raum zu generieren. Die Stürmer können aber auch absichtlich den Gegner auf sich ziehen und binden, sodass Raum für Läufe in die Tiefe eines Mittelfeldspielers generiert wird.
  • Die Läufe für das Spiel mit dem dritten Mann hat einige wichtige Aspekte die zu coachen sind. Einer jener Punkte ist das Timing: Die Mittelfeldspieler können ermutigt werden den Lauf direkt nach dem Pass auf den Stürmer zu beginnen. Dies erlaubt eine Ballmitnahme in der Dynamik. Es ist wichtig, dass sie nicht zu früh starten und den Raum vor sich „töten“. Ein anderer Punkt ist die Richtung des Laufes. Ein Lauf in einen Raum, in die der Verteidiger Probleme hätte zu decken, ist von Vorteil.
  • Beim Pressing sollte der Stürmer versuchen die Verbindungen unter den Spielern im ersten Drittel zu kappen und sie auf eine Seite zu leiten. Dies gibt seinen Mitspielern einen klaren Referenzpunkt bezüglich Positionierung im Pressing.

Variationen:

  1. Das verteidigende Team soll die eigene Pressingstruktur variieren. Formationen wie 1-3-2 oder 1-5-0 sind möglich und sollen dem ballbesitzenden Team einen neuen Reiz geben und versichern, dass sie stets versuchen das erhalten des Gegners zu lesen. Hier kann man der angreifenden Mannschaft als Instruktion geben, dass sie die versuchen sollten einen Mann mehr in der ersten Zone zu haben. Um dies zu bewerkstelligen ist erneut das Lesen der Struktur des Gegners vonnöten.
  2. Das verteidigende Team soll die Deckungsart im Mittelfeld ändern. Manchmal Manndeckung, manchmal Raumdeckung in einem 2-2 Block. Natürlich unterstütze ich Manndeckung nicht, hier geht es jedoch um den Lerneffekt für das ballbesitzende Team, das sich ständig adaptieren und strategisch anpasse muss.
  3. Eine weitere Regel könnte heißen, dass ein anderer Spieler den unterstützenden Lauf aus dem Mittelfeld machen muss, als der Spieler der den Pass gespielt hat. Dies macht den Lauf beim Spiel über den dritten Mann expliziter und fordert auch Koordination der Spieler untereinander, wer den Lauf macht.
  4. Zusätzlich kann man als Regel einführen, dass der Stürmer den Ball ins Mittelfeld prallen lassen muss, bevor ein Mittelfeldspieler nachrücken darf. Dies kreiert eine neue Herausforderung bezüglich Timing beim Lauf des dritten Mannes.

Verwendung im Training

Diese Übung kann für eine Mannschaft, die an der Ballzirkulation arbeiten will, verwendet werden, kann aber auch eine neue Art der Chancenkreation fördern.

Ich habe diese Spielform einige Male als Hauptteil am Ende des Trainings oder auch als vorletzte Übung verwendet.

 


 

Basic Rules:

  • Each team has one defender, four midfielders and one striker, there is also a floater who plays for whichever team has the ball. (6v6+1) Goalkeepers can be added if you have enough players for an even more match realistic game.
  • Game goes both ways, so the defending team have exactly the same target as the attacking team if the ball is turned over.
  • The ball has to go through each “third” of the pitch.
  • Players need to move and/or act in a way that creates overloads in each zone when the ball is there. When the defenders start with the ball one midfielder needs to drop to create a 2v1 against the opposition forward. They should then circulate until one of them can dribble forwards into the midfield zone
  • To attack the ball must be played into the striker’s feet. If they can receive the ball and hold it, a midfielder is allowed to join him in the last zone to create an overload and goal scoring opportunity.

Intentions behind game design:

The intention behind the game is to teach the importance of movement to overload the area around the ball for clean ball progression. Another vital element that comes with overloading is spacing. Without proper spacing an overload is made redundant, so this is inherently important. As with most game realistic training exercises, the ability to read the opponents is coached implicitly. This is important throughout the game, particularly in the first two zones.

In the first zone, the defenders need to read the pressing run of the striker, if he blocks the pass across they can dribble forwards, whilst switches can be used if the forward tries to block the dribble.

In midfield the players need to read the opponents’ coverage. If they are man-marking “andribbeln” can be used to create a free man further forwards. Against a more zonal coverage there should be a bigger emphasis on circulation.

Another intention behind the game is to implicitly train the use of 3rd man runs as a form of chance creation. The theme of midfielders making runs beyond the striker is inherent in the rules and promotes the use of passes to escape pressure after making a vertical progression.

Coaching Points:

  • Perhaps the most important aspect to coach is the importance of good spacing. One instruction for the two players in possession in the first zone could be “stay as far wide as you can whilst being able to pass to each other well”. This way they increase the distance the opponent has to make up to defend against them. In midfield they can be encouraged to create triangle/diamond like structures with the players in the first zone and in the midfield zone.
  • Along with maintaining good diagonal distances for triangle/diamond structures the midfielders also need to act for space opening and good receiving positions. If the opponents man-mark the midfielders should be encouraged to open space for the incoming dribbler and then move to evade the cover shadow of their opponent if they move to press the dribbler.
  • The striker may need to be taught the importance of moving to dismark the opposing defender. “Double movement” can be encouraged to gain the necessary separation. Alternately the striker can be encouraged to draw the opponent towards them to increase the space for a midfielder to run into.
  • The 3rd man runs from the midfielders has a number of aspects to coach. One is timing, the midfielders can be encouraged to begin their runs in line with the pass to the striker. This can allow the midfielder to receive the ball with a positive dynamic. It’s important they don’t start to early or they can “kill” the space in front of them. Another point is to make a run in a direction the defender will struggle to cover.
  • Pressing from the defending striker, he should be encouraged to press from between the two defenders to direct them and give the midfielders a clear reference point to position themselves off.

Progressions:

  1. Ask defending team to vary their pressing structure. For example; 1-5-0 with no one in the highest zone, or 1-3-2 with two players pressing there. This is to give new stimulus to the possession team and to ensure that the possession team are constantly reading their opponents. Instruction should be to have only one more player than the opponent, with this they are forced to read the opponent’s structure.
  2. Ask the defending team to vary their coverage in midfield. At times man-marking and at other times a 2-2 zonal block. Of course I do not promote man-marking, but again it is to ensure the possession team are constantly adapting and acting in a strategically suitable way to beat the opponent.
  3. An additional rule could be that it must be a different player to the one that passes to the striker that makes the run into the box. This makes the run more explicitly 3rd man and challenges the midfielders to co-ordinate who makes the run.
  4. An additional rule for the last third could be that the striker has to set the ball back into midfield before a midfielder is allowed to run into the box. This provides a new challenge in terms of timing of the 3rd man run.

Use in training:

This drill can of course be used for a team that has issues creating a secure base for ball circulation, but also to introduce a method of chance creation.

I have used it on a couple of occasions as the main game exercise at the end of a session or as the penultimate drill.

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