WM Vorschau: Mexiko

Mexiko

Die Mexikaner sind genau das Gegenteil von Kamerun. Sie bestechen in den wenigen Spielen unter Miguel Herrera vor allem durch ihre Offensive. In einem sehr offensiv interpretiertem 5-1-2-2 mit zwei Außenverteidigern sorgen sie ordentlich für Furore und zeigten in der Qualifikation schon mal welches Potential in ihnen steckt.

Mexiko Grundformation Mögliche Alternativen: Diego Reyes könnte für Moreno in der Innenverteidigung spielen. Luis Montes wäre eine ernsthafte Alternative zu Pena, auch wenn dieser in den letzten Spielen sehr überzeugt hat. Hernandez muss noch beweisen, dass er mit den teilweise engen Räumen klar kommt. Er hat bisher kaum unter Herrera gespielt ist, aber wahrscheinlich erste Wahl im Sturm. Mit Jimenez und dos Santos stehen zwei sehr gute Alternativen für Hernandez parat.

Mexiko Grundformation
Mögliche Alternativen: Diego Reyes könnte für Moreno in der Innenverteidigung spielen. Luis Montes wäre eine ernsthafte Alternative zu Pena, auch wenn dieser in den letzten Spielen sehr überzeugt hat. Hernandez muss noch beweisen, dass er mit den teilweise engen Räumen klar kommt. Er hat bisher kaum unter Herrera gespielt ist. aber wahrscheinlich erste Wahl im Sturm. Mit Jimenez und dos Santos stehen zwei sehr gute Alternativen für Hernandez parat.

Eigentlich bin ich kein Freund von vielen langen Bällen. Mexiko lehrt einem aber wie gefährlich gut strukturierte lange Bälle in offene Räume sind. Die vielen langen Bälle sind das primäre Mittel um ins letzte Drittel zu gelangen. Die drei Innenverteidiger bleiben konstant sehr tief und locken den Gegner. Es wird selten probeirt eine Anbindung über kurze Pässe ans Zentrum zu schaffen. Einziger Sechser Medina schiebt schon früh hoch, um sich im späteren Verlauf auf den langen Ball zu konzentrieren. Auffällig ist, dass die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen sehr hoch sind, da der viele Raum ja über lange Bälle überbrückt wird. Wenn der zweite Ball nicht gewonnen wird, was eher selten ist, dann kann es gegen Teams, die schnell und raumgreifend Kontern können (Kamerun) sehr gefährlich werden. Oft geht das Spiel aber auf, der Gegner wird gelockt, darauf folgt der lange Ball ins Zentrum. Lässt sich der Gegner nicht locken, wie zum Beispiel Neuseeland im ersten Spiel, dann schieben die Innenverteidiger konsequent nach vorne, probieren über harte und flache Pässe in den Zwischnelinienraum zu kommen. Die Angriffsmuster im letzten Drittel bleiben aber trotzdem gleich, nur wie sie ins Zentrum gelangen variiert je nach Spielweise des Gegners. Die zweitere Variante ist aber wesentlich gefährlicher, da das Spiel noch besser strukutriert ist und die Abstände zwischen den Spielern geringer sind. Dadurch ist man im Gegenpressing effektiver und generell defensiv stabiler.
Der Zwischenlinienraum und die Halbräume werden konstant überladen, dies hilft einem erstens den langen Ball häufiger zu gewinnen, aber man erzeugt auch Engen und sorgt für Probleme beim Gegner. Vom den Halbräumen geht es dann ziemlich tororientiert über die Schnittstellen oder die Flügel nach vorne.
Die beiden Außenverteidiger stoßen in offene Räuem nach, binden Spieler und öffnen Schnittstellen für die Stürmer. Die Achter und die Stürmer rochieren variabel in offene Räume, lösen die Engen auf und nutzen den entstanden Raum. An dieser Stelle sind die Angriffe nur noch schwer zu verteidigen, die Mexikaner sind extrem schnell und auch in chaotischen und dynamischen Situationen extrem ballsicher und fokussiert.
Dazu kommt noch ein brutal gutes und teilweise chaotisches Gegenpressing, welches den Konter unterbindet oder auch zu direkten Ballgewinnen führt. Defensiv können sie mit einem guten Angriffspressing glänzen. In diesem wird das Spiel auf die Flügel gelenkt, einer der Achter schiebt auf den Außenverteidiger, es entsteht ein 5-2-3. Auf dem Flügel können sie den Gegner oft isolieren und viele unstrukturierte lange Bälle erzwingen.

Das Spiel soll auf einen der Außenverteidiger gelenkt werden.

Mexikos Pressing
Das Spiel soll auf einen der Außenverteidiger gelenkt werden.

Peralta und Hernandez laufen die Innenverteidiger so an, dass ihnen nur ein Passweg geöffnet ist. So wird das Spiel auf den Außenverteidiger gelenkt.

Peralta und Hernandez laufen die Innenverteidiger so an, dass ihnen nur ein Passweg geöffnet ist. So wird das Spiel auf den Außenverteidiger gelenkt.

Carlos Pena oder auf der anderen Seite Herrera schieben dann auf den Außenverteidiger. Diesem ist nun der Weg nach hinten und ins Zentrum versperrt. Er kann nur noch nach vorne spielen. Dort hat Mexiko Überzahl. Sie können ihn leicht isolieren und dementsprechend besser verteidigen.

Carlos Pena oder auf der anderen Seite Herrera schieben dann auf den Außenverteidiger. Diesem ist nun der Weg nach hinten und ins Zentrum versperrt. Er kann nur noch nach vorne spielen. Dort hat Mexiko Überzahl. Sie können ihn leicht isolieren und dementsprechend besser verteidigen.

Interessanter Aspekt. Layun folgt nun seinem Gegenspieler. Maza rückt in die Position des linken Verteidigers und es entsteht eine Viererkette. Die Staffelung kommt nun einem 4-3-3 am nächsten. Dies ist öfters zu beobachten, dass Spieler aus der Fünferkette ins Zentrum rücken und eine 4-3 hergestellt wird.

Interessanter Aspekt. Layun folgt nun seinem Gegenspieler. Maza rückt in die Position des linken Verteidigers und es entsteht eine Viererkette. Die Staffelung kommt nun einem 4-3-3 am nächsten. Es ist öfters zu beobachten, dass Spieler aus der Fünferkette ins Zentrum rücken und eine 4-3 ähnliche Staffelung hergestellt wird.

Doch gegen die offensiv eher uninspirierten Neuseeländer hat man auch schon die Schwächen der Mexikaner gesehen. Die Fünferkette agiert sehr mannorientiert.
Die Verteidiger rücken sehr agressiv heraus und probieren den Gegner direkt zu stellen. Die Mannorientierungen sind aber nicht immer ideal abgesichert und spritzige Spieler, wie Kamerun sie zu genüge in ihren Reihen hat, können potenziell sehr gefährlich werden. Dazu spielen sie kaum auf Abseits und sind sehr anfällig für diagonale Läufe hinter die letzte Kette. Die Organisation in der letzten Kette stimmt, teilweise nicht. In den vorherigen Stationen von Herrera fehlten den Gegnern meistens die individuelle Klasse, um diese doch eher kleineren Mängel zu bespielen. Bei der WM könnten diese kleinen Mängel aber gravierend sein. Trotzdem ist Mexiko ein Team, welches mit ihrer dynamischen Spielweise, die Massen in Brasilien begeistern kann.

Über CF

Taktik. Ballbesitz. Veloso. Twitter: CF
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